Graziella Contratto

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2003

UP

   

Le Monde de la musique / édition décembre 2003

Gustav Mahler : Le chant de la Terre avec Ning Liang et Donald Littaker

Annecy, Scène nationale Bonlieu

SAGESSE SUR LES CIMES

(extraits)

Pour son premier concert, Graziella Contratto, la nouvelle directrice musicale de l’OPS n’a pas hésité à courir le risque de choisir une page aussi complexe que le Chant de la Terre de G. Mahler dans un arrangement dû à Hubert Stuppner et entendu pour la première fois en France. Les musiciens savoyards s’en sortent haut la main, surtout les bois, particulièrement inspirés.

L’idée d’intercaler entre les mouvements du Chant le la Terre de la musique chinoise traditionnelle, écho des anciens poèmes chinois qui ont inspiré Mahler, se révèle si beau, si touchant qu’il paraît tomber sous le sens. Les étourdissantes improvisations au luth pipa de Liu Fang enrichissent l’œuvre.

Comme inspirée par cette simplicité, la chef s’attache à la dimension la plus dépouillée de la partition, servie avec une exquise simplicité. Belle entrée en matière pour Graziella Contratto.

Pablo Galonce

   
     

06.01.2003 Stadthalle Neuss

Im Weltklasseformat

(Ausschnitt)

Die Deutsche Kammerakademie Neuss bestritt nun auch das Neujahrskonzert in symphonischer Besetzung - und wartete mit etlichen Überraschungen auf. Erstmals stand mit der Schweizerin Graziella Contratto eine Dirigentin am Pult. Die zur Zeit unter anderem als Chefdirigentin das Kammerorchester von Savoyen betreuende Künstlerin faszinierte das Publikum mit ihrer Arbeit von Anfang an: In der Stabführung äußerst präzise, mit der freien Hand ständig Nuancen herausarbeitend und fordernd bis hin zum Mitführen der Streicherstimmen; was dann noch blieb, erreichte sie mit angenehm erscheinender körperlicher Übertragungskraft.

So begann das Konzert fulminant mit der Ouvertüre zu "Carmen" von Georges Bizet und einigen Tänzen aus der meistaufgeführten Oper der Welt. Graziella Contratto erläuterte ihre Auswahl, bot Informelles oder auch Anekdotisches zu Werk und Komponist, und das alles mit viel Charme und Witz. "Ich habe mich über Neuss informiert, wir sind seelenverwandt!" wies sie nebenbei auf die gleichen Stadtfarben ihrer Heimat Schwyz hin. Sie hatte zudem ein Geschenk mit nach Neuss gebracht: Die von ihr in der New Yorker Manhattan School of Music entdeckte Sopranistin Jeniece Golbourne sang zwei Carmen-Arien und später einige Stücke aus den "Canciones populares espagnolas" des berühmten Spaniers Manuel de Falla.

Ganz wunderbar die DKN-Streicher bei Joaquin Turina"s "Gebet des Toreros vor dem Kampf". Trotz eines bei einem Neujahrskonzert wohl unvermeidlichen Johann Strauß-Marsches ahnten die meisten Zuhörer das Finale: Mit einer Aufführung des "Bolero" von Maurice Ravel auf Weltklasse-Niveau wünschten die Deutsche Kammerakademie Neuss und Graziella Contratto nach einem rauschhaften Schlussfortissimo dem begeisterten Publikum "ein erfülltes neues Jahr".


Nima

     
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