Graziella Contratto |
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2008 |
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G.Verdi – La Traviata Avenches, juillet 2008-07-20 BaZ Ausgabe vom 07.07.2008 Wann kann man bei einer Open-Air-Opernproduktion schon mal so von der musikalischen Leistung schwärmen wie bei dieser «Traviata»? Zu verdanken ist diese Meisterleistung auch Dirigentin Graziella Contratto, die ungemein präzis, klug und rhythmisch klar die Camerata Schweiz durch die Tücken der Partitur führt und einen wahren musikalischen Teppich für die Sänger ausbreitet. Auch die beiden anderen Protagonisten singen wunderbar: Roberto Saccà mit seinem graziösen Tenor als filigraner Alfredo und Renato Bruson als Germont, der lediglich leichte Schwächen in der Höhe verrät.
24heures, 5 juillet 2008
Avenches enchantée par la Traviata Jean- Paul Guinnard Elégante, élancée, souriante et sûre d’elle, Graziella Contratto prend les commandes de son orchestre Camerata Schweiz d’une baguette précise et habile. La cheffe d’orchestre schwytzoise sait mener son monde dans un mélange surprenant de finesse et d’autorité. Telle qu’elle apparaissait sur grand écran dans le prélude du 3e acte, la grâce de son geste éclipsait à vrai dire la chorégraphie de la danseuse sur scène. Dans cette page muette qui résume l’amour et l’agonie, une seule femme suffit à la traduire, et celle-ci était dans la fosse. Mais sitôt que l’action reprend, Graziella Contratto sait s’effacer pour que les danses tziganes du 2e acte avec la Compagnie Flamencos en Route et le Chœur du Festival focalisent tous les regards.
Tribune de Genève, 7.7.2008 La Traviata remporte un immense succès
Dès les premières notes du prélude, joué avec une infinie douceur par l'orchestre du festival, placé sous la baguette de Graziella Contratto, la mort semble roder. Puis le lourd décor de tentures et de draperies coulisse pour laisser place à une fête qui envahit toute la scène. Fougue et passion.
Esslinger Zeitung, 10.7.2008 Der Tod feiert mit
Thomas Krazeisen Das Debüt der gebürtigen Schweizerin, die bislang - unter anderem bei Claudio Abbado in Berlin - vorwiegend symphonisch gearbeitet hat, ist mehr als beachtlich. Unter den heiklen akustischen Bedingungen dieser Freilicht-Arena erweist sich die Turnschuhträgerin jederzeit als Herrin des Verfahrens. Ihre Verdi-Interpretation klingt sorgfältig ausgehört, in den großen, mit Brio gespielten dramatischen Bögen und den elegisch ausschwingenden Belcanto-Linien ebenso wie in den delikaten, geradezu pathologisch grundierten Pianissimo-Pointen der Partitur. Die von Contratto äußerst transparent gearbeitete Dynamik, deren Puls noch im beschleunigten Stillstand der Pausen zu spüren ist, kommt nicht zuletzt dem überwiegend prägnant agierenden, von Pascal Mayer einstudierten Festivalchor zugute, der den musikalischen Erfolg dieser sehens- und vor allem hörenswerten „Traviata“-Produktion komplettiert.
Der Neue Merker, 6. Juli 2008 Verdis Traviata in Avenches Damian Kern
Sehr Bemerkenswertes kommt aus dem Orchestergraben. Dirigentin Graziella CONTRATTO modellierte hochmusikalisch, liess Phrasen schwingen und hatte das Orchester und den Festivalchor (Ltg: PASCAL MAYER) bestens im Griff. Die voll besetzte Arena goutierte die Aufführung mit warmem, herzlichen Applaus
NZZ am Sonntag 16.03.2008 Die Vereinigung der Künste ist das Dilemma der Kritikerin: Kabarett und Klassik - ein grosser Graben. Ihn zu schliessen, treten Nadja Sieger und Urs Wehrli alias Ursus & Nadeschkin an. Das Komikerduo lässt mit dem Wortspiel im Titel seiner neusten Produktion keine Zweifel offen: Hier wird das Feld der Klassik tüchtig umgegraben. Was darauf zu blühen beginnt, ist Ursus & Nadeschkin at their best. Im Zusammenspiel mit dem zu allem Unfug nach Noten aufgelegten Sinfonieorchester Camerata Schweiz und der Dirigentin Graziella Contratto können die beiden einmal mehr zeigen, wer das Meister-Paar im Stichwortwerfen und -fangen ist. Beethovens 5. Sinfonie ist der Spielball, mit dem die «Botschafter der Musik» jonglieren - und dabei manchmal knapp am Prädikat «pädagogisch wertvoll» vorbeischrammen. Das «Tätätätaa» des ersten Satzes ist so berühmt, warum also nicht rückwärts, in C-Dur oder a cappella, als Kakofonie oder Katzenjammer? Man staunt und lacht und sinniert, weil Clownerie immer auch Nachdenklichkeit in sich trägt. Nadeschkin: «Dur ist, was man will im Leben, und Moll ist, was man kriegt.» Und: «Was ist die Sehnsucht des Musikers? Was ist das perfekte Konzert? Die Stille?» - Wie jede Kunst ist Musik Arbeit, erinnert die als gestrenge Maestra auftretende Contratto einmal in sich gekehrt. Aber sie ist schön! (ruf.) |
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© St. Galler Tagblatt; 15.03.2008 Brigitte Schmid-Gugler |
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